Weihnachtsgedichte

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt: diesen bekannten Weihnachtsvers kennt wohl jeder. Welche Weihnachtsgedichte es noch gibt, welche Themen sie üblicherweise behandeln und wie Sie ganz einfach eigene Weihnachtsverse verfassen, beantworten wir im Folgenden.

Geschenke, Schnee und andere typische Motive

Das Schöne an Weihnachtsgedichten ist, dass sie immer ähnliche Themen behandeln. Fast immer geht es um die Adventszeit, das Christkind und die Geschenke, die unter dem Baum liegen. Auch die heiligen drei Könige, die Krippe und natürlich Knecht Ruprecht kommen immer wieder in den besinnlichen Weihnachtsversen vor. Ebenso allgemeine Motive wie das Festessen, Kerzen und die verschneiten Bäume, wie sie beispielsweise in die "Die hohen Tannen" von Rainer Maria Rilke vorkommen. Auch einige andere bekannte Weihnachtsgedichte stammen von berühmten deutschen Lyrikern.

Die bekanntesten deutschen Weihnachtsgedichte

Sei es "Advent, Advent, ein Lichtlein brennt" oder "Lieber, guter Weihnachtsmann": es gibt eine Menge bekannter Weihnachtsgedichte. Erich Kästner hat mit seinem Dezember-Gedicht ein besonders besinnliches Exemplar geschaffen. August Wilhelm Schlegel ehrt mit "Die heiligen drei Könige" Caspar, Melchior und Balthasar, und die "Vorfreude auf Weihnachten" beschreibt Joachim Ringelnatz humoristisch und gewitzt in einem kurzen Gedicht. Weitere bekannte Exemplare sind:

  • Blüh' und leuchte, goldner Baum (Ernst Moritz Arndt)
  • Knecht Ruprecht (Theodor Storm)
  • Die heilige Nacht (Eduard Mörike)
  • Weihnachtsbäume (Gustav Falke)

Was all diese weihnachtlichen Verse gemeinsam haben? Sie behandeln allgemeine Themen und sind einfach geschrieben. Ein eigenes Gedicht zu verfassen ist deshalb gar nicht so schwer.

Weihnachtsgedichte selbst verfassen

Sie möchten ein eigenes Weihnachtsgedicht schreiben? Dann benötigen Sie zunächst ein Thema und eine Stimmung, die der Vers einfangen soll. Danach geht es ans eigentliche Schreiben. Für den Anfang empfiehlt es sich, kürzere Zeilen mit maximal sieben oder acht Silben zu schreiben. Ein Beispiel:

Besinnlich ist die Weihnachtszeit,
der Baum ist grün, der Schnee ist weiß.

Dieses Schema kann für den Anfang fortgeführt und nach Belieben variiert werden. Viel wichtiger ist allerdings das Gefühl, denn gerade Weihnachtsgedichte sollten immer bestimmte Momente und Gedanken einfangen. Schließlich werden sie meist neben dem Christbaum oder auch in der Kirche vorgetragen und müssen dementsprechend leicht verständlich sein.
Übrigens: Weihnachtsverse müssen sich nicht unbedingt reimen. Sie können sich auch durch Assoziationsketten, Gefühle oder etwas ganz anderes auszeichnen. Wer experimentierfreudig ist und sich mit seinem Weihnachtsgedicht Zeit lässt, der wird schnell zufriedenstellende Ergebnisse erzielen.

Besinnliche Weihnachtsgedichte

Besinnliche Weihnachtsgedichte beziehen sich auf das Verständnis des Weihnachtsfestes. Weihnachten ist ein religiöses Fest im christlichen Glauben. Gottes Sohn Jesus Christus wurde zu dieser Zeit geboren. Jesus ist in diesem Kontext der Erlöser und Heilsbringer. Sein Geburtstag an Weihnachten wird deshalb von seinen Anhängern mit besonderer Andacht begangen.

Im Mittelpunkt der Festivitäten stehen Gottesdienste mit ausgewählten Ritualen, zu denen Kirchenschmuck und Weihnachtslieder ebenso gehören wie die Weihnachtsgeschichte. Diese Geschichte beschreibt die schwierigen Umstände, unter denen die Geburt des Kindes stattfand. In außerordentlich armen Verhältnissen kam der Knabe in einem Stall inmitten der Tiere zur Welt.

Besinnliche Weihnachtsgedichte berücksichtigen diese Aspekte durch eine angemessene Tonlage und Wortwahl. Der grundsätzlich freudvolle Anlass wird in Texten und Gedichten betont, ohne die angespannte Lage der jungen Familie außer Acht zu lassen. Die Leserschaft bekommt Gelegenheit, sich auf die tatsächlichen Ereignisse und die Botschaft von Frieden und Liebe unter den Menschen zu besinnen.

Der helle Stern
Der Stern, der jede Seel' erfreuet,
dass sie aufs Neue hoffen lern',
der Himmelsgold zur Erde streuet -
das ist der Weihnacht heller Stern.

Autor: unbekannt

Dezember
Dezember lässt die Tage dunkeln,
schon nachmittags beginnt die Nacht.
Laternen, Sterne, Kerzen funkeln,
der Weihnachtsmarkt hat aufgemacht.

Mit Hektik rennt beim Einkaufsbummel
so mancher suchend durch die Stadt,
es steigert sich der Weihnachtsrummel,
bis jeder die Geschenke hat.

Man schuftet, rackert, bäckt, putzt, fummelt
und stimmt sich ein aufs Weihnachtsfest,
je schneller sich ein jeder tummelt,
so müder fällt er spät ins Nest…

Das Wichtigste wird oft vergessen,
das, was im Leben wirklich zählt.
Doch du allein kannst es ermessen,
was du besitzt und was dir fehlt.

Was wünsch ich mir in diesen Tagen?
„Gesundheit, Frieden, etwas Zeit
und deine Liebe“, werd‘ ich sagen,
„und dass es Weihnachten mal schneit.“

Autor: Karin Heinrich

Weinachtswünsche
Ich wünsche mir einen langen Tag
ganz ohne alle Uhren
Und auch Erwachsene, die nicht stets auf Terminal luren.
Ich wünsche mir Papa mit viel Zeit für mich und meine Fragen
Und das Erwachsene nicht so oft nur jammern oder klagen.
Ich wünsche mir, dass man mich mal fragt, warum ich manchmal weine.
Ich wünsch mir,dass man mir mal sagt:
Ich mag dich, meine Kleine!
Ich wünsche mir, dass man nicht stehtst mahnt,
nicht jetzt,denk doch an später!
Ich wünsch mir, dass ich ich sein darf
und nicht ein Man und Jeder
Ich wünsch mir Lehrer mit Humor und solche,die gern lachen.
Daß ich nicht nur gescheit sein muß, mal träumen darf im Wachen.
Frohe Gesichter um mich rum,
die nicht im Alter rosten.
Bekomm die wünsche ich erfüllt?
Wohl kaum weil sie nichts kosten.

Autor: Helmut Zöpfel

Die Weihnachtsnacht
In der Dämm'rung dieses Abends
liegt so stille Seligkeit;
jeder Mensch des kleinen Dorfes
weiß genau: Es ist soweit!

Vom Himmel leuchten viele Sterne
auf das schneebedeckte Land,
und in Stuben überglücklich
steh'n die Menschen Hand in Hand.

Draußen auf den weißen Feldern
bis zum tiefen Wald hinan
hört man leise Glocken klingen –
glücklich ist heut' jedermann.

Und wenn man's genau beachtet,
horchend mit gespitztem Ohr,
hört man leise aus dem Himmel
singen einen Engelschor.

Er singt so still und auch so leise
hinab auf unsre Erde,
er singt auf wunderbare Weise,
daß es bald Friede werde!

Autor: Christopher von Greverode

Kum tram mit mir....
I hob tramt i bin a Engal
und Weihnachtn woa - i bin obe gflogn vom Himmel
zu de Mensch’n auf die Erd’
und hob ma ihre Wünsche ang’hört

Die Stimmung in d’Häusa war g’miatlich u. schen
und die Kinda, de woit’n des Christkind scho sehn

sie g’frein sie aufs Christkind kennans gor net erwort’n
schaun im Finstan durchs Fensta in Gart’n
und pst.. nur net zu laut
weu sies Christkind ja sunst net eina traut

Und allas waoa g’schmückt und da Schnee is g’foin
da hob i ma ang’hört, was die Mensch’n so woin

Ja… Weihnacht’n …

I hob tramt i bin a Engal
und bring die Geschenke, erfüll jeden Wunsch….

Wos ? stimmt net ? Na leida ned ganz….

Es gibt Wünsche, de san net zu erfüllen
von niemand’n, beim bestem Wüll’n

losst’s mi erklärn um was do geht
damit’s a jeda glei vasteht

do woa in mein traum wer, der hat mi gebet’n
doch bitte seinen Liebsten zu rett’n

sein Wunsch war, moch eam so g’sund wie wir
i gabat mei Hab und Gut dafür

und jedn Tag tuat er drum i bet’n
denn nur a Wunda kann eam rett’n

Nur des is sei Wunsch den er begehrt
ois andre hat für ihn kann Wert

Dein Wunsch hob i g’sagt, kann i net erfülln

Daun hob i eam aug’schaut, kurz nochgedocht,
weu des hat mi wirklich sehr traurig g’mocht

dann hob i g’sagt wast wos:
es gibt da wos – i schick das vorbei
pass guat drauf auf und lass nie mehr los

es is die Hoffnung – kennst’as
sie soi immer bei dir sei
soll die begleit’n in schweren Zeiten
soll dein Licht sein und dein Glaube
deine Zukunft und dein Jetzt
und Trost dir Spenden wenn Du schwankst

... und dann bin i aufg’wacht - wos woa des jetzt
a Traum - die Wirklichkeit ...?

I hob tramt i bin a Engal

Autor: Sylvia Seidl

Weihnachten von Rudi
Die Weihnacht ist gekommen es grüßen weit und breit
die frohen Kinderherzen die heilige Jubelzeit.

Am düsteren Waldessaume da steht ein kleines Haus
das weiß nichts von dem Feste, das sieht so traurig aus.

Die Mutter sitzt am Tische und starret vor sich hin,
was geht in dieser Stunde der Armen durch den Sinn?

Da öffnet sich die Türe ihr blasses Kind erscheint
"Oh Mutter" ruft der Kleine "das muß man aber sehn,
wie unsere Nachbarskinder ums Weihnachtsbäumchen stehn.
Da brennen viele Lichtlein, ist helle wie am Tag
die Zweiglein tragen Gaben, wie man sie wünschen mag.
Und Sachen wunder niedlich Spielzeug ist auch dabei
und schöne neue Kleidchen und Naschwerk mancherlei.
Das Christkind hats den Kleinen zum Weihnachtsfest gebracht.
Weil sie so brav gewesen hat es an sie gedacht.

Oh Mutter, liebe Mutter hab ich dich wohl gekränkt,
bin ich nicht brav gewesen, daß es an mich nicht denkt?"

Die Mutter faßt das Büblein und drückt es fest ans Herz
und sagt mit halb ersticktem Schmerz:

"Oh gräm dich nicht mein Lieber, du bist ein braves Kind
das unserer Nachbarskinder gewiss nicht braver sind.

Doch gibt es viele Häuschen und viele Kindlein drin,
das Christkind kann auf einmal doch nicht zu Allen hin."

Das Büblein ist zufrieden, es sieht die Tränen nicht,
die aus Mutters Augen im schnellen Laufe bricht.

Ein Jahr ist nun vorüber. Weihnacht ist wieder da
die Mutter strickt am Tische, klein Büblein ist ihr nah.

Sie faltet still die Hände und seufzt "Mein lieber Sohn
du bist im Paradies, 10 lange Monate schon.

Dort steht gewiss ein Bäumlein für dich in goldener Pracht,
dort schenkt dir schöne Gaben die frohe Weihnacht.

Doch ich arme Mutter, ich habs nicht so gemeint."
sie hält die Hand vors Auge und senkt das Haupt und weint.

Autor: unbekannt

Die schönste Zeit des Jahres
Wenn weiße Flocken zur Erde gleiten,
und Kinder freudig Schlitten fahr´n,
wenn Mütter Plätzchen zubereiten,
dann ist die schönste Zeit ganz nah.

Der Vater stolz vor lauter Glück,
mit Lamettaglanz den Christbaum schmückt.
Denn wenn die Kinder kommen heim,
dann muss alles ganz festlich sein.

Der Abend naht, es ist soweit,
die Schwester trägt ihr bestes Kleid,
Sie treten in das Zimmer ein,
wo sie erwartet, ein heller Schein.
Voll Pracht und Glanz steht er nun da,
der Christbaum geschmückt, so wunderbar.

Die Mutter möchte ein Liedchen anstimmen,
denn die Kinder sollen für das Christkind singen.
Und kurz darauf ertönt aus dem Raum,
die fröhliche Melodie von „Oh Tannenbaum“.

Wenn die Kinder dann eilig die Päckchen auspacken,
ist die Mutter dabei, eine Walnuss zu knacken.
Auf einmal wird es leis im Haus, und alle schauen zum Fenster raus.
Sie sehen die Schneeflocken tanzen und springen,
und hören aus der Fern, die Glocken erklingen.
Da besinnt sich die Familie und ihnen wird klar,
die schönste Zeit des Jahres, nun ist sie da.

Fröhliche Weihnachten!

Autor: Kay Lenz

Weihnacht
Weihnacht,
Weißer, weicher Schnee
Fällt auf die Erde nieder,
Gefroren ist der Weiher.
In allen Häusern sind die
Menschen aufgeregt, weil
an Weihnacht jeder
Mensch geheime
Wünsche hegt und
Wunder in Erfüllung gehen.

Autor: Susanne Ulrike Maria Albrecht

Weihnachten
Weihnachten frohes Fest,
trotzdem voll im Stress.
Weihnachtskuchen backen,
und Geschenke einpacken.

Familienfest vorbereiten,
doch trotzdem noch Streiten.
Weihnachtsbaum schmücken,
in allen feinsten Stücken.

Doch was ist wirklich wichtig?
Alles haben ganz richtig?
Oder das Christkind?
Wo wir doch alle gleich sind.

Jesus kam auf der Welt,
ohne Gold und Geld.
Jesus war nicht Reich,
machte trotzdem unsere Herzen weich.

Darum feiern wir Weihnacht heut,
denn alle sind erfreut.
Dass Jesus gebar,
und eins für uns hier war.

Autor: Claudia Driediger

Weihnachten und der Zeiger der Uhr
Weihnachten – jene Zeit, in der man glaubt, dass die Zeit jedes Jahr schneller vergeht,
dabei sich der Zeiger der Uhr immer gleich schnell dreht.

Es sind die schönen Momente, die viel zu schnell vergehen,
zuerst ist die Vorfreude da, dann bereits auch wieder geschehen.

Wir wollen den Augenblick festhalten,
in schönen Momenten die Zeit anhalten.

Was hat es auf sich mit der Zeit, die nach wie vor immer schneller vergeht,
wobei sich der Zeiger der Uhr immer gleich schnell dreht?

Es ist die gefühlte Zeit der schönen Momente, die verfliegt,
es scheint als hätte wieder einmal die Zeit gesiegt.

Bei unangenehmen Angelegenheiten scheint die Zeit nicht zu vergehen,
wer kennt es nicht jede Minute auf die Uhr zu sehen?

Welche Schlussfolgerung ziehen wir daraus, dass einem das Jahr meist viel zu schnell vergeht,
während sich der Zeiger der Uhr immer noch gleich schnell dreht?

Es sind scheinbar die schönen Momente, die überwiegen,
vielleicht oft viel zu wenig festgehalten – sie verfliegen.

Was können wir tun, um die Zeit wieder bewusster zu erleben,
um schönen Momenten eine lang andauernde Bedeutung zu geben?

Wer erinnert sich nicht gern an Weihnachten in seiner Kindheit zurück,
als unsere Augen beim Betrachten des Christbaums strahlten vor Glück?

Die kindliche Vorfreude vor dem Weihnachtstag,
ob das Christkind wieder einen schönen Baum und Geschenke bringen mag?

Ein herrlicher Duft von Lebkuchen, Zimt und Orangen lag in der Luft,
aus der Küche vom Weihnachtsschmaus bereits der Duft.

Es ist die Zeit davor, die man so bewusst hat wahr genommen,
bis der Heilige Abend war gekommen.

Der Adventkalender, bei dem man jeden Tag ein Türchen aufmachte,
der Adventsonntag, den man mit Keksen, Liedern und Geschichten verbrachte.

Der Brief an das Christkind, den man sich lange und gut überlegte,
bevor man ihn auf das Fensterbrett legte.

Gemeinsam gebacken und Kekse verziert,
einen Adventmarkt besucht und im Schnee spaziert.

Einen Schneemann gebaut
und ihn dann vom Fenster aus angeschaut.

Jahre zurück hat man viele Einzelheiten als Erinnerungen abgespeichert,
dieser Schatz an Erinnerungen jeden Einzelnen von uns bereichert.

Es ist wichtig die Augenblicke des Lebens bewusst zu leben,
diesen eine besondere Bedeutung zu geben.

Sie sind es, die unsere Erinnerungen ausmachen,
und die Gedanken daran nach wie vor Freude und positive Gefühle entfachen.

Der Schlüssel der Kindheit war es, die Weihnachtszeit sehr bewusst zu erleben,
und somit den Erinnerungen einen sehr hohen Stellenwert geben.

Wenn wir uns wieder denken, dass sich der Zeiger der Uhr viel zu schnell dreht,
und die Zeit uns viel zu schnell vergeht,
denken wir an unsere Kindertage und versuchen Ereignisse bewusster zu erleben,
den Dingen, die wir für selbstverständlich erachten, eine größere Bedeutung zu geben.

Dieses Jahr wünsche ich Euch, dass ihr Weihnachten wieder mit anderen Augen seht,
nicht daran denkt, wie schnell die Zeit vergeht.

Dass jeder die Erinnerungen festzuhalten besser versteht,
denn der Zeiger der Uhr sich immer gleich schnell dreht.

2012

Autor: Michaela Glanz

Lustige Weihnachtsgedichte

Lustige Weihnachtsgedichte stellen einen Einzelaspekt der Weihnachtsbotschaft heraus. Das Weihnachtsfest hat in der christlichen Tradition einen hohen Stellenwert, weil zu dieser Zeit die Geburt von Gottes Sohn - Jesus Christus - gefeiert wird.

Die Christenheit betet sowohl Gott, den Vater, als auch die Gottesmutter Maria und insbesondere Jesus als Erlöser von aller Schuld an. In Jesus Christus, der unter schwierigen und sehr armen Verhältnissen in einem Stall zur Welt kam, erkennen die Menschen ihre eigenen Leiden wieder und empfinden eine tiefe Nähe und Andacht bei der Besinnung auf die Geburt des Knaben inmitten von Heu und Stroh. Die Geburt eines Kindes wird von vielen Menschen als ein Wunder empfunden und mit großer Freude beantwortet. Alle Religionen und alle Atheisten der Welt feiern menschliche Geburten als glückliches Ereignis.

Lustige Weihnachtsgedichte konzentrieren sich auf die Ausgelassenheit und das Glücksempfinden und stellen nachdenkliche Aspekte in den Hintergrund. In lustigen Weihnachtsgedichten wird Heiterkeit auch durch die Wortwahl und die Art des Reimens hervorgerufen. Nicht selten drücken die Verse Hintersinnigkeit aus und wecken ein leises Schmunzeln. Der tiefen Andacht anlässlich der Weihnacht möchte manch ein lustiges Weihnachtsgedicht ein wenig die Schwere nehmen und augenzwinkernd den Blick auf die Freude und die Lust an der Schöpfung lenken.

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt
Advent, Advent,
Ein Lichtlein brennt!

Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,
Dann steht das Christkind vor der Tür.

Und wenn das fünfte Lichtlein brennt,
Dann hast'e Weihnachten verpennt.

Autor: unbekannt

Weihnachtszeit im Engelskleid
Wenn - am Christbaum aufgehängt,
sich ein Engel schon verrenkt,
weil der Kerzen Feuerkreis
ihm versengt den Engels-Steiß,
wenn er laut zum Himmel fleht,
weil sein Haar in Flammen steht,
wenn mit wildem Flügelschlag
runter er vom Christbaum mag
und sich dabei so verheddert,
dass er schier denselben schreddert,
dabei nur noch „Feurio!“ schreit -
dann verkündet Dir dies Leid:
wird’s zu heiß im Engelskleid,
dann ist's höchste Weihnachtszeit!

Autor: Gerwin Degmair

Weihnachtsabend
Ich habe den Weihnachtsmann getroffen.
Erst dachte ich, er war besoffen.
Er torkelte durch den weichen Schnee,
dann fiel er hin ohjeminee!
Weihnachtsmann, was machst du nur für Sachen!
Das ist doch wahrlich nicht zum Lachen,
schimpfte die Frau Krause,
die Kinder warten doch zu Hause.
Doch du liegst hier mit den Geschenken!
Ich will gar nicht weiter daran denken,
wie traurig Kinderaugen sind.
Weihnachtsmann, du warst doch auch einmal ein Kind!

Autor: Ute Deisinger

Weihnachtsgedicht
Der Weihnachtstisch ist öd und leer.
Die Kinder stehen blöd umher.
Da lässt der Vater einen krachen.
Die Kinder fangen an zu lachen.
Da sieht man schon mit kleinen Sachen,
kann man Beamtenkindern Freude machen.

Autor: unbekannt, aber weitergeleitet duch Peter Misol

Feuer
Die Lichter leuchten hell.
Der Tann'baum ist geschmückt.
Nun geht alles recht schnell.
Die Kinder sind entzückt.

Die Kerze fällt vom Baum.
Oje, es brennt das Feuer.
"Frohe Weihnachten" - wohl kaum.
Wenn gleich alles brennt...
Ja, dann wird das wohl teuer.

Autor: jaan kolanskiii

Weihnachtszeit
Weihnachtszeit du süßer Traum,
Ich kotze unterm Weihnachtsbaum.
Die Engelchen nehme ich hart dran,
Und verklopp den Weihnachtsmann.
Dem Christkind gebe ich was zu Saufen,
Tu nackig durch die Kirche laufen.
Dann lausch ich wie der Herrgott spricht,
so was find ich weihnachtlich.

Autor: Unbekannt

Lieber guter Weihnachtsmann
Lieber, guter Weihnachtsmann,
schau mich nicht so böse an,
du weißt es doch, du Obermotz:
Ich war in einem frech wie Rotz!

Das soll ich ändern, sonst gäb's Krach?
Alter, halt' den Ball mal flach
und bring erst Papa auf die Spur -
der ist das Schwein! Wo ist er nur?

Jetzt hol' nicht mit der Rute aus!!
Sonst hol' ich Papas Wumme raus!
Und lass den prallen Sack da stehn!
Doch du, du Penner, du kannst gehn!

Autor: Gisbert Zalich

Christkind
Denkt Euch, ich habe das Christkind gesehen.
Ich hab's überfahren, es war ein Versehen.
Ich hatte gerade die Äuglein zu,
Ich träumte beim Fahren in himmlischer Ruh
Das Christkind hat in dieser heiligen Nacht Bekanntschaft mit meinem
Kühler gemacht.

Später sah ich auch noch den Weihnachtsmann
Er feuerte grad' seine Renntiere an.
Ich überholte den langsamen Wicht,
Doch sah ich den Gegenverkehr dabei nicht.
Ich wich noch aus, doch leider nicht der Santa,
Ein kurzes Rumsen und er klebte am Manta.

Am Ende sah ich auch den Nikolaus,
Er stürmte gerade aus dem Freudenhaus.
Er kam ganz hektisch über die Kreuzung gelaufen,
Wollt am Automaten neue Präser sich kaufen.
Mein Auto und mich hat er wohl nicht geseh'n,
Jedenfalls blieben von ihm nur die Stiefel steh'n.

So ist die Moral von dem Gedicht,
Fahr zu schnell Dein Auto nicht.
Denn als ich zuhaus war, da mußte ich heulen,
Mein schöner Wagen, der hatte drei Beulen,
Vom Christkind, vom Niklas und vom Santa Claus.
Ja, dieses Jahr fällt Weihnachten dann wohl aus...

Autor: Lea Burkhardt

Kurze Weihnachtsgedichte

Kurze Weihnachtsgedichte bestehen aus wenigen Zeilen. Sie lassen sich aufgrund ihrer Kürze leicht auswendig lernen und können auch aufgesagt werden, wenn wenig Zeit vorhanden ist. Zudem passen sie perfekt in die gesellschaftliche Situation, die immer stärker kurze Reden und Gedichte gegenüber längeren Werken bevorzugt.

Die Formen der kurzen Weihnachtsgedichte sind vielfältig. Bei einigen reimen sich die aufeinanderfolgenden Zeilen, bei anderen die erste und dritte mit der zweiten sowie mit der vierten Gedichtszeile. Auch Stabreime sind bei kurzen Weihnachtsgedichten üblich. Bei diesen Gedichten ist es möglich, auch bei unterschiedlichen Vokalen einen Reim als vorhanden anzusehen, da die Sprecher in der tatsächlichen Aussprache vor einem Selbstlaut am Silbenanfang mit einem Knacklaut beginnen. Moderne kurze Weihnachtsgedichte weisen oftmals kein Reimschema und mitunter auch keine feste Silbenstruktur auf.

Auch der Inhalt der kurzen Weihnachtsgedichte ist vielfältig. Einige sprechen das religiöse Ereignis der Geburt Jesu an. Viele modernen Gedichte zu Weihnachten befassen sich mit den Geschenken oder dem ausgesprochen guten und festlichen Essen. Andere kurze Weihnachtsgedichte thematisieren das Winterwetter oder die Fichte als Baum, der während des gesamten Jahres grüne Nadeln besitzt.

Die meisten kurzen Weihnachtsgedichte vermitteln eine heimelige Weihnachtsstimmung. Wenige Gedichte sprechen mögliche soziale Schieflagen und die an Weihnachten besonders stark spürbare Einsamkeit der Alleinstehenden an.

Schöne Lieder, warme Worte
Schöne Lieder, warme Worte,
tiefe Sehnsucht, ruhige Orte,
Gedanken, die voll Liebe klingen,
Weihnachten möcht' ich nur mit dir verbringen.

Autor: unbekannt

Wenn's Licht brennt heller
Wenn's Licht brennt heller,
Wenn's Herz schlägt schneller,
Dann weiß ich ganz genau:
Wheinachten steht vor der Tür mit einem Plätzchenteller.

Autor: Sophia Herrmann

Mein Wunsch
Heut Nacht da war ich sehr erschrocken,
an meiner Tür - ein lautes Pochen.
Ich fragte leis, wer mag das sein?
Da rief es schon,
komm lass mich rein.

Autor: Anita Rosen (miminita)

Weihnachten als Pulverfass
Sind Weihnachtsmann und Christkind da,
Für Kinder einfach wunderbar.
doch ob Groß und Klein,
jeder soll heut glücklich sein.
Mit Rotkohl, Gans und nem Rosè,
tun die Streitereien kaum weh.
Das Weihnachtsfest als Pulverfass,
Wort des Tages lautet: Hass.
Die Mutter weint, der Vater voll.
Weihnachten ist doch wundervoll.

Autor: Odorf

Der Weihnachtsstern
Glöckchen klingen leise -
der Weihnachtsstern geht auf seine Reise.
Leuchtet hell vom Himmelszelt -
hinunter auf die ganze Welt.
Er führt uns durch die Dunkelheit
und kündet von der nahen Weihnachtszeit
Seht nur, wie er golden strahlt
und Hoffnung in die Gesichter der Menschen malt.

Autor: cbein

Plätzchen backen
Oh, wie lieb ich die Gerüche
aus der warmen Weihnachtsküche!
Zieht der süße Duft hinaus,
riecht man ihn im ganzen Haus.

Hörnchen, Herzen, Zuckerkringel,
Pfefferkuchen, Schokoringel,
Brezeln, Sterne und noch mehr -
Plätzchenbacken ist nicht schwer.

Besser noch als die vom Bäcker
schmecken sie - so köstlich, lecker!
Keiner könnte widerstehn,
wenn sie auf dem Festtisch stehn.

Autor: Karin Heinrich

Lieber guter Weihnachtsmann
Lieber guter Weihnachtsmann,
schau mich nicht so böse an!
Packe deine Rute ein,
ich will auch immer lieb und artig sein.

Autor: Anonym

Frohes Fest
Plätzchenduft zieht durch das Haus,
versperrt sind manche Schränke.
es weihnachtet, man kennt sich aus
und wohlsortiert sind die Geschenke.

Man freut sich auf das Kinderlachen
und auf ein paar Tage - ruhig und still,
andern `mal eine Freude machen,
das ist es, was man will.

Weihnachtskarten trudeln ein
von allen Ecken und Kanten,
die meisten sind, so soll es ein
von den Lieben und Verwandten.

Autor: unbekannt

Hinweis:

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