Merry Christmas


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Der deutsch-französisch-britische Weihnachtsfilm "Merry Cristmas" ("Joyeux Noël") aus dem Jahr 2005 erzählt eine kurze, von Menschlichkeit geprägte Episode an der Westfront im Ersten Weltkrieg.

Der historische Hintergrund

Am Heiligabend 1914 hatten an einigen Frontabschnitten in Flandern von Weihnachtsgefühlen überwältigte Soldaten spontan die Waffen ruhen lassen und im Niemandsland zwischen den Schützengräben entgegnen aller Heeresvorschriften gemeinsam Weihnachten gefeiert.
Diese als "Weihnachtsfrieden" in die Geschichte eingegangene kurzzeitige Manifestation humaner Gesinnung wurde von den vorgesetzten Militärinstanzen als Ungehorsam scharf verurteilt. In der Öffentlichkeit wurde der Weihnachtsfrieden insbesondere in der Nachkriegszeit überaus populär und im Laufe der Zeit in vielen, häufig die Tatsachen sentimental ausschmückenden Publikationen beschrieben.

Die filmische Umsetzung des Weihnachtsfriedens

Im Mittelpunkt des vom französischen Regisseur Christian Carion in Szene gesetzten 115-Minuten-Films steht eine Weihnachtsfriedens-Begebenheit in einem Grabenabschnitt in der Nähe von Ypern. Hier liegen sich Teile eines schottischen Regiments zusammen mit französischen Soldaten auf Hörweite den Stellungen einer von Oberleutnant Horstmayer (Daniel Brühl) kommandierten Abteilung des anhaltinischen Infanterie-Regiments Nr. 93 gegenüber. Es ist Weihnachten. Die Soldaten haben Pakete aus der Heimat bekommen und feiern in ihren eiskalten und verschneiten Unterständen improvisierte Weihnachten. Bei den Schotten wird Dudelsack-Musik gespielt und gesungen. Im deutschen Graben hält sich der Soldat Nikolaus Sprink (Benno Fürmann), im Zivilberuf Opernsänger, auf. Er erwidert die Musik der Schotten und singt das wohl bekannteste deutsche Weihnachtslied "Stille Nacht". Die Dudelsack-Pfeifer stimmen mit ein. Von dieser Geste emotional bewegt verlässt Sprink den Schützengraben und schreitet langsam, das lateinische Weihnachtslied "Adeste Fideles" singend, durch das Niemandsland in Richtung feindliche Stellungen. Der französische Kommandeur, Leutnant Audebert (Guillaume Canet) verhindert, dass einer seiner Schützen auf Sprink schießt. Nach dem Lied trifft Horstmayer im Niemandsland auf Audebert und den schottischen Leutnant MacKenzie (Alex Ferns). Die drei Offiziere vereinbaren spontan eine weihnachtliche Waffenruhe. Daraufhin verlassen die Soldaten ihre Gräben, tauschen Geschenke aus und wünschen sich "Frohe Weihnacht", "Merry Christmas" und "Joyeux Noël". Höhepunkt dieser Verbrüderungsszene ist ein gemeinsamer, vom schottischen Militärgeistlichen Palmer (Gary Lewis) abgehaltener Feldgottesdienst. Bewegt kehren die Soldaten in ihre Gräben zurück und genießen die Waffenpause.

Am nächsten Tag geht der Krieg wieder weiter. Die Offiziere und der Feldgeistliche werden gemaßregelt.

Kritik und Auszeichnungen

Der Antikriegsfilm "Merry Christmas" wurde von der Kritik durchweg als Credo für Menschlichkeit freundlich aufgenommen, wenn ihm stellenweise auch etwas zuviel Sentimentalität vorgehalten wurde. Der Weihnachtsfilm errang mehrere internationale Filmpreise (u.a. Publikumspreis beim Leeds International Film Festival)und war für den Oscar, den Golden Globe und den César nominiert.

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DarstellerDiane Kruger, Benno Fürmann, Daniel Brühl
RegisseurChristian Carion
FSKab 12 Jahren
Produktionsjahr2006
Spieldauer110 Minuten

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